Ratgeber


Die besten Tipps bei Bindehautentzündung

Die besten Tipps bei Bindehautentzündung

Von Antihistaminika bis Augentrost
Tränende Augen, Brennen, Jucken und verklebte Lider – eine Bindehautentzündung kann ganz schön lästig werden. Da ist der Griff zu Augentropfen oft verlockend, um dem Spuk ein schnelles Ende zu bereiten. Doch manchmal ist die Bindehautentzündung leider gar nicht so harmlos: Hinter roten und juckenden Augen kann durchaus eine ernsthafte Erkrankung stecken, die ärztlich Betreuung benötigt. Wann Sie zum Augenarzt gehen sollten und wann Sie mit Unterstützung Ihres Apothekers zur Selbsthilfe greifen dürfen.
  • Viele Ursachen möglich

    Im Frühjahr geht es für viele Heuschnupfen-Geplagte wieder los mit dem lästigen Augenjucken und Augentränen. Auch Zugluft oder Schwimmbadwasser sind Auslöser für gereizte Augen, die man in aller Regel selbst behandeln kann. Aber nicht immer lassen sich solche harmlosen Ursachen von ernsteren Erkrankungen des Auges unterscheiden, wie zum Beispiel 

    • Trockenen Augen
    • Allergien auf Kosmetika
    • Fremdkörpern, die unbemerkt unter das Lid dringen
    • infektiösen Bindehautentzündungen, die durch Viren, Bakterien, Parasiten oder sogar Pilze verursacht werden.

    Hinweis: Nehmen Sie eine Bindehautentzündung nicht auf die leichte Schulter. Wenn hinter dem roten Auge eine schwerwiegende Erkrankung steckt, drohen irreversible Schäden am Auge bis hin zum Sehverlust!

    Bei diesen Anzeichen sofort zum Arzt

    Es gibt Warnzeichen, bei denen Sie an eine Bindehautentzündung denken und gleich einen Augenarzt aufsuchen sollten. Verdächtig sind einseitige Veränderungen oder Rötungen, eitriges Sekret sowie stark verklebte Augenlider nach dem Aufwachen. Auch wenn Sie schon lange unter brennenden, juckenden und geröteten Augen leiden, ist es wichtig, die Beschwerden augenärztlich abklären zu lassen. Gehen Sie außerdem sofort oder noch am gleichen Tag zum Augenarzt bei

    • gleichzeitigen Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
    • Schmerzen und Druckgefühl am Auge
    • eingedrungenen und verbliebenen Fremdkörpern.

    Hinweis: Wenn sich Ihr Kind oder Ihr Neugeborenes mit geröteten, juckenden und tränenden Augen quält, suchen Sie umgehend einen Kinderarzt auf! Hier ist Selbsthilfe ohne ärztliche Betreuung immer der falsche Weg.

    Augentropfen und Salben

    Besteht kein Verdacht auf eine schwere Erkrankung oder ist der Auslöser wie Zugluft, gechlortes Schwimmbadwasser oder Heuschnupfen bekannt, hilft Ihnen Ihr Apotheker weiter. Er befragt Sie zur Sicherheit meist nochmals zu Ihren Beschwerden und schickt Sie, wenn nötig, zum Augenarzt. Bei nicht-infektiösen, harmlosen Bindehautentzündung wählt er ein Präparat aus, das genau zu Ihren Beschwerden passt:

    • Tränenersatz und Dexpanthenol lindern die Beschwerden besonders sanft. Vor allem Dexpanthenol beruhigt und heilt gereizte Bindehäute und darf nach Bedarf getropft oder gesalbt werden. Typische Vertreter sind Bepanthen®Augentropfen, dispatenol® Augentropfen, Hylo Care® Augentropfen oder Kerato Biciron®Augensalbe.
    • Gegen allergisches Augenbrennen, Augenjucken und Rötungen helfen Mastzellstabilisatoren (zum Beispiel Pollicrom®Augentropfen oder Cromhexal®Augentropfen) und Antihistaminika (zum Beispiel Allergodil® akut Augentropfen oder Azela-Vision®MD sine). Antihistaminika werden bei Bedarf getropft. Bei Mastzellstabilisatoren ist es dagegen wichtig, diese schon einige Tage vor dem zu erwartenden Pollenflug einzusetzen, damit sie ihre volle Wirksamkeit entfalten.
    • Für die unspezifische Bindehautentzündung gibt es entzündungshemmende und schmerzstillende NSAR-haltige Augentropfen zur Selbstmedikation. Sie dürfen höchstens 2 Wochen lang bis zu viermal täglich getropft werden, Beispiele sind Diclo-Vision® sine Augentropfen oder Voltaren®ophtha Augentropfen.
    • Der Wirkstoff Bibrocathol desinfiziert und schützt die Augenbindehaut. Ihn gibt es als Augensalbe (zum Beispiel Posiformin®2%), die 3-5 Mal täglich ins Auge eingebracht wird. Schwangere und Stillende dürfen das Präparat jedoch nicht verwenden.
    • Weißmacher wie zum Beispiel Berberil®N oder Televis-Stulln®DU sind sehr effektiv – sie verengen die Augengefäße und sorgen dafür, dass die Schleimhaut abschwillt. Sie dürfen diese Präparate allerdings nicht länger als 5 Tage anwenden, weil sonst die Gefäße Schaden nehmen und ein chronisches rotes Auge droht.

    Hinweis: Benutzen Sie keine Weißmacher, wenn Sie unter einem Glaukom oder Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden! Die in diesen Augentropfen enthaltenen Wirkstoffe können den Blutdruck und den Augeninnendruck erhöhen. Vorsicht ist zudem bei Trockenen Augen geboten. Da Weißmacher die Durchblutung der Bindehaut vermindern, verstärken sie häufig die Beschwerden eines Trockenen Auges.

    Linderung durch Pflanzenmedizin

    Auch die Pflanzenmedizin hat bei harmloseren Bindehautentzündungen einiges zu bieten. Der gemeine Augentrost wirkt antientzündlich und ist zum Beispiel in Herba-Vision®Augentrost Augentropfen oder in dem anthroposophischen Präparat Wala®Euphrasia Augentropfen enthalten. Weleda Calendula D4 Augentropfen unterstützen die Heilung bei unspezifischen Reizungen mit Ringelblume, Visine® Müde Augen Sensitive mit Tamarindensamen.

    Hinweis: Legen Sie sich keine Kamillentee-Kompressen aufs Auge! Weil sie Allergien auslösen und Keime ins Auge einschleppen können, rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands von diesem alten Hausmittel ab.

    Neben der Behandlung des Auges mit Tropfen und Salben sind für eine schnelle Heilung einige Verhaltensregeln während der Erkrankungsdauer zu beachten.

    • Verzichten Sie auf Kontaktlinsen. 
    • Schützen Sie Ihre Augen mit einer Brille vor Zugluft und UV-Strahlung. 
    • Spülen Sie Ihre Augen regelmäßig mit isotonischer Kochsalzlösung, besonders nach großen Staubbelastungen. 
    • Lenken Sie den Ausstrom Klimaanlagen und Lüftungen nicht auf Ihr Gesicht. 
    • Rauchen Sie nicht, meiden Sie Passivrauch. 
    • Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen.
    • Vor allem bei infektiöser Bindehautentzündung: Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände und fassen Sie sich so wenig wie möglich ins Auge. 

    Tipp: Fragen Sie Ihren Apotheker nach Einzeldosispipetten. Das ist praktisch für unterwegs und besonders hygienisch. Augentropfen ohne Konservierungsmittel sind zudem weniger reizend für die empfindliche Bindehaut.

    Wer diese Empfehlungen beherzigt, sollte innerhalb von 2 Tage deutliche Besserung spüren. Gehen die Beschwerden nicht zurück, suchen Sie unbedingt einen Augenarzt auf!

    Quelle: Sabine Werner, Rote Ampel für das rote Auge, DAZ 42, Seite 36, 2018


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Diätshakes im Fokus

Diätshakes im Fokus

Gewichtsverlust, der schmeckt
Die Feiertage sind vorbei und die kalte Jahreszeit neigt sich dem Ende. Mit den ersten sonnigen Tagen wandern die dicken Jacken in den Schrank. Vielleicht kommen bei Ihnen jetzt kleine Pölsterchen an Hüfte oder Bauch zum Vorschein. So genannte Formuladiäten können Ihnen beim Abspecken helfen. Hierbei ersetzen Sie komplette Mahlzeiten durch einen Diätdrink. Welche Möglichkeiten Ihnen die Produkte aus der Apotheke bieten und worauf Sie bei einer geplanten Gewichtsabnahme achten sollten.
  • Einrühren und fertig! Abnehmen kann so einfach sein

    Alle Formulaprodukte funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Ein Pulver oder Granulat wird entsprechend den Angaben des Herstellers mit Wasser oder fettarmer Milch angerührt und ist dann sofort trinkfertig. Bei manchen Produkten geben Sie noch eine kleine Menge Öl hinzu. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke vor Ort beraten, welches Produkt aus der großen Palette der Diätdrinks für Sie am besten geeignet ist.

    Diätshakes enthalten große Mengen an Eiweiß (Protein), damit sich während der Diät die Muskelmasse des Körpers nicht verringert, sondern nur die Fettreserven eingeschmolzen werden. Zusätzlich sorgen die Proteine aus Milch, Molke oder Soja für ein anhaltendes Sättigungsgefühl. Ebenfalls reglementiert ist die Menge an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie Fetten, die ein Diätdrink enthalten muss. Aber Achtung: Im Zuckergehalt unterscheiden sich die einzelnen Produkte deutlich voneinander. Informieren Sie sich vor dem Kauf bei Ihrem Apotheker über die genaue Zusammensetzung.

    Tipp: Verwenden Sie zum Anmischen Ihres Diätdrinks am besten einen Shaker. Auf diese Weise können Sie durch kräftiges Schütteln auch kleinste Klümpchen lösen.

    Im Folgenden finden Sie eine Auswahl von Formulaprodukten. Für Abwechslung bei Ihrer Diät sorgen verschiedene Geschmacksrichtungen. Von Vanille über Latte macchiato bis hin zu Kartoffel-Lauch-Suppe ist alles dabei.


    Almased®: nur eine Geschmacksrichtung; Zubereitung mit Wasser oder fettarmer Milch oder Sojamilch + Ölzugabe

    apoday® Slim: Geschmacksrichtungen Kartoffel-Lauch, Tomate, Latte macchiato, Beerenmix-Joghurt, Vanille, Schoko; Zubereitung mit fettarmer Milch oder Wasser

    Doppelherz® Abnehm Shake: Geschmacksrichtungen Schoko, Vanille; Zubereitung mit fettarmer Milch

    Layenberger® Fit + Feelgood Slim Pulver: Geschmacksrichtungen Rote-Beeren-Joghurt, Banane-Quark, Vanille-Sahne, Schoko-Nuss, Pfirsich-Aprikose, Kaffee-Kakao, Heidelbeer-Cassis; Zubereitung mit Wasser oder fettarmer Milch

    Slim Fast® Milchshake-Pulver: Geschmacksrichtungen Vanille, Erdbeere, Schoko, Café au Lait; Zubereitung mit fettarmer Milch

    xlim® Aktiv Mahlzeit: Geschmacksrichtungen Schoko, Vanille, Erdbeere, Bratapfel-Zimt, Tomate, Kartoffel, Champignon; Zubereitung mit fettarmer Milch oder Wasser

    Yokebe®: Geschmacksrichtungen Classic, Erdbeere, Vanille, Schoko; Zubereitung mit fettarmer Milch + Ölzugabe

    Das Ziel: weniger Kilos auf der Waage durch weniger Kalorien

    Je nach Alter und körperlicher Aktivität liegt der tägliche Kalorienbedarf bei Männern zwischen 2.300 und 3.100 Kilokalorien und bei Frauen zwischen 1.800 und 2.500 Kilokalorien. Wenn Sie eine Gewichtsreduktion planen, muss die Menge an Kalorien, die Sie täglich zu sich nehmen, deutlich verringert sein. Diätshakes bieten die Möglichkeit einer hypokalorischen Ernährung: Eine Portion eines Diätshakes enthält 200 bis 400 Kilokalorien und folgt damit der in Deutschland gültigen EU-Richtlinie für Diätprodukte. Ernähren Sie sich ausschließlich mit Diätdrinks, nehmen Sie also höchstens 1.200 Kilokalorien zu sich. Da sich Ihr Stoffwechsel auf die veränderte Ernährungsweise neu einstellt, kommt es besonders zu Beginn einer Diät zu einem merklichen Gewichtsverlust.

    Tipp: Diätdrinks sind keine Dauerlösung und die meisten Formuladiäten sind als alleinige Ernährung nur für wenige Wochen zugelassen. Stellen Sie sich bereits vor einer Diät darauf ein, dass Sie Ihr bisheriges Essverhalten verändern und bauen Sie schon am Anfang gesündere, kalorienreduzierte Rezepte sowie mehr Bewegung in Ihren Alltag ein.

    Mahlzeiten ersetzen, aber wie viele?

    Diät-Experten empfehlen, zu Diätbeginn alle drei Mahlzeiten mit einem Formulaprodukt zu ersetzen und dies maximal 12 Wochen beizubehalten. In der zweiten Phase ersetzen Sie zwei Mahlzeiten durch Diätdrinks und essen einmal täglich normal. Als Letztes ersetzen Sie nur eine Mahlzeit mit einem Shake und essen in der übrigen Zeit normal. Dies können Sie über einen längeren Zeitraum beibehalten.

    Tipp: Einige Diätprodukte sind in Form von Eiweißriegeln (zum Beispiel Optifast® Riegel) oder praktisch abgepackten Einzelportionen (zum Beispiel Slim Fast® Fertigdrink) erhältlich. Das erleichtert Ihnen die Diät im Büro und unterwegs.

    Tipps, auf was Sie beim Abnehmen mit Diätshakes achten sollten:

    • Trinken Sie mindestens 2,5 bis 3 Liter täglich, am besten Wasser oder zuckerfreie Getränke.
    • Leiden Sie an einer Unverträglichkeit zum Beispiel gegen Gluten oder Laktose? Dann lassen Sie sich in der Apotheke zu einem für Sie geeigneten Produkt beraten.
    • Zu Beginn der Diät kann es durch die Ernährungsumstellung zu leichtem Schwindel, Schwächegefühl oder Verstopfung kommen. Bei stärkeren Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Hausarzt.
    • Falls Sie den Tag außer Haus verbringen, sind Sie mit einer wassergefüllten Thermoskanne und einer Portionspackung Ihres Diätdrinks in der Tasche bestens vorbereitet.

    Erwarten Sie keine Wunder und freuen Sie sich über jeden noch so kleinen Erfolg. Diätdrinks bieten Ihnen nur eine Hilfestellung beim Abnehmen. Mindestens genauso wichtig ist aber die langfristige Umstellung hin zu einer bewussten, kalorienreduzierten Ernährung und regelmäßiger sportlicher Betätigung.

    Quelle: Ulrike Freese, Was gibt´s zu essen? PTA heute 1&2, Seite 40, 2019.


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Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Krämpfe: Hochspannung in den Muskeln

Aktiv vorbeugen und selbst behandeln
Nach der Gymnastikstunde, während des Schwimmens oder nachts im Bett – fast jeder wurde schon von Muskel- oder Wadenkrämpfen überrascht. Sie treffen sportliche und unsportliche Menschen genauso wie Heranwachsende und Ältere. Was Sie tun können, damit es gar nicht erst zu Krämpfen kommt und welche Mittel Sie für die Selbstmedikation in Ihrer Apotheke erhalten.
  • Schmerzhaft, aber meist harmlos: Muskel- und Wadenkrämpfe

    Meist treten die Krämpfe unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund auf und verschwinden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Am häufigsten sind die Muskeln der Waden und der Fußsohlen von den Zuckungen betroffen und spätestens nach ein paar Minuten ist der Spuk wieder vorbei. Ab dem 6. Lebensjahrzehnt wird etwa die Hälfte der Menschen regelmäßig von nächtlichen Muskelkrämpfen geweckt. Im Alter häufen sich Krampfanfälle, da die Muskeln sich verkürzen und nicht ausreichend getrunken wird. Dies sorgt für Verschiebungen im Salzhaushalt des Körpers und insbesondere ein Ungleichgewicht bei den Magnesiumionen scheint das Entstehen von Krämpfen zu begünstigen.

    Tipp: Nach sportlicher Anstrengung und harter körperlicher Arbeit, die mit Schwitzen verbunden ist, sowie in der Schwangerschaft treten ebenfalls vermehrt Krämpfe auf. In vielen Fällen helfen Ihnen Dehnübungen, isotonische Getränke und Nahrungsmittel oder Präparate mit Mineralsalzen gegen die lästigen Muskelzuckungen.

    Damit Krämpfe gar nicht erst entstehen

    Das A und O im Kampf gegen Muskelkrämpfe ist eine ausgewogene Ernährung, bei der Sie ein besonderes Augenmerk auf die enthaltenen Elektrolyte legen. Magnesiumionen beeinflussen die Menge an Kalziumionen und beide sind für die Muskelaktivität von entscheidender Bedeutung. Bauen Sie aus diesem Grund vermehrt magnesiumhaltige Lebensmittel wie Bananen, Erdnüsse, Broccoli und Vollkornbrot in Ihren Speiseplan ein. Sportarten wie Wandern, Gymnastik und Walking eignen sich besonders gut für krampfanfällige Menschen, da sie alle Muskelgruppen gleichmäßig beanspruchen. Denken Sie vor jeder sportlichen Einheit an das Aufwärmen und Dehnen der Muskeln.

    Langfristig hilft ein leichtes Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining. Üben Sie zum Beispiel, auf instabilen Geräten wie Kreiseln und Wackelbrettern Balance zu halten. Warme Wickel, eine Wärmflasche und heiße Bäder entspannen die Muskulatur zusätzlich.

    Tipps, wie Sie auf einfache Art Muskelkrämpfen vorbeugen:

    • Trinken Sie mindestens 2,5 bis 3 Liter Wasser, Tee oder Saftschorle pro Tag.

    • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

    • Bewegen Sie sich täglich, aber übertreiben Sie es nicht. Sie überlasten sonst Ihre Muskeln.

    • Verteilen Sie Dehnübungen gleichmäßig über den Tag: Beugen Sie sich zum Beispiel im Stehen vor und versuchen Sie, die Fingerspitzen bis zum Boden zu bringen.

    • Schwimmen fördert einen langfristigen Muskelaufbau. Kühlen Sie sich vorher unter der Dusche ab. So vermeiden Sie Krämpfe.

    • Nach dem Sport lockert eine sanfte Massage die Muskulatur von Füßen und Waden besonders gut.

    • Ein warmes Fußbad am Abend entspannt Füße und Waden.


    Hilfe aus Ihrer Apotheke: Magnesiumpräparate

    Sowohl bei Schwangeren als auch bei älteren Menschen, die verstärkt unter Waden- und Beinkrämpfen leiden, schaffen Magnesium-Präparate erfolgreich Abhilfe. Magnesium sollte ausreichend hoch dosiert werden, wobei die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Aufnahme von 300 mg bis 400 mg Magnesium pro Tag empfiehlt. Bei einer zu hohen Dosis kann es zu weichem Stuhl oder Durchfall kommen. Dann unterbrechen Sie die Behandlung und führen sie nach Normalisierung mit einer geringeren Dosis fort.

    Magnesium-Präparate stehen Ihnen in Form von Brausetabletten (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 243 mg forte Brausetabletten), Dragees (zum Beispiel Magnesium Verla®) und Kapseln (zum Beispiel Magno® Sanol Kapseln, Pure Encapsulations® Magnesiumcitrat Kapseln) zur Verfügung. Für unterwegs sind Pellets praktisch, die sich auf der Zunge auflösen und ohne Wasser eingenommen werden können (zum Beispiel Biolectra® Magnesium 300 mg direct, Magnesium-Diasporal® 300 direkt, Magnetrans® direkt Granulat). Aber haben Sie Geduld: Eine positive Wirkung zeigt sich frühestens nach einigen Monaten.

    Hinweis: Falls Sie unter Herzrhythmusstörungen oder einer Nierenerkrankung leiden, lassen Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt zu Magnesium-Präparaten beraten. Die Wirkung von verschiedenen Medikamenten, unter anderem Schilddrüsenpräparate und Antibiotika, kann durch Magnesium beeinflusst werden. Achten Sie auf einen großen zeitlichen Abstand bei der Einnahme und folgen Sie unbedingt den Empfehlungen Ihres Apothekers.

    So bringen Sie verkrampfte Muskeln wieder ins Gleichgewicht

    Trotz aller Vorsicht überrascht Sie vielleicht doch ein Krampf, während Sie gemütlich auf dem Sofa sitzen: Die Muskulatur verhärtet sich, ein stechender Schmerz fährt durch Ihr Bein. Um den Krampf zu beenden, dehnen Sie am besten die Muskulatur. Dabei kann der Muskel passiv mit der Hand massiert oder aktiv mit Übungen gestreckt werden. Das lockert die Muskulatur und löst die Verkrampfung.

    Tipp: Probieren Sie einmal die Behandlung mit einer so genannten Faszienrolle aus. Dabei handelt es sich um eine genoppte Rolle, die ihren Ursprung in der Sportmedizin hat. Ein Ausstreichen der betroffenen Muskelgruppen lockert und dehnt das Bindegewebe.

    Quelle: Janine Naß, Kampf dem Krampf, DAZ Nr. 27, Seite 40, 06. Juli 2017.


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Guter Vorsatz Rauchstopp

Guter Vorsatz Rauchstopp

Entwöhnung gut vorbereiten
Das Rauchen aufgeben – ein Klassiker unter den Neujahrsvorsätzen. Doch nur wenigen Rauchern gelingt es, den Verzicht ohne entsprechende Vorbereitung durchzuhalten. Wie man seine Chancen für eine erfolgreiche Entwöhnung verbessert, weiß Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.
  • Gehirn fordert Belohnung

    „So gut wie jeder Raucher hat schon mal versucht, damit aufzuhören. Das fällt aber vielen schwer, weil Nikotin körperlich abhängig macht“, berichtet Benkert. Das Nikotin in den Zigaretten aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn innerhalb weniger Sekunden. Für kurze Zeit fühlt sich der Raucher wach und entspannt. Nach einiger Zeit entsteht eine körperliche Abhängigkeit: Ohne die regelmäßige Dosis Nikotin zeigen sich Entzugssymptome wie Unruhe oder Reizbarkeit. Um diesen unangenehmen Empfindungen aus dem Weg zu gehen, greifen viele Aufhörwillige wieder zur Zigarette.

    Gewohnheiten anpassen

    Um den Verzicht auf Nikotin dauerhaft durchzuhalten, rät Benkert: Vor einem geplanten Rauchstopp sollten Sie sich klar machen, welche Gewohnheiten Sie mit dem Rauchen verbinden und wie Sie diese ersetzen können. Ist das Rauchen an bestimmte Situationen gekoppelt, etwa nach dem Essen, suchen Sie am besten neue Rituale, zum Beispiel sich nach dem Essen die Zähne putzen. Ist das Verlangen nach der Zigarette an Schlüsselreize wie Kaffee gebunden, hilft es, in der ersten Zeit auf ein anderes Getränk umzusteigen. Stecken Sie sich statt einer Zigarette einen Lutscher in den Mund. Dann sind Hände und Lippen beschäftigt. Gewinnt das akute Verlangen die Überhand, helfen die drei ‚A-Tipps‘:

    • Aufschieben – etwa zehnmal tief durchatmen
    • Ausweichen, zum Beispiel den Raucherbereich im Bahnhof meiden
    • Ablenken, zum Beispiel jemanden anrufen

    Rezeptfreie Arzneimittel als Unterstützer

    Rezeptfreie Arzneimittel mit Nikotin mildern die körperlichen Entzugssymptome. Benkert weist darauf hin: „Sie sind nur für eine Übergangszeit gedacht“. Wer einen Rauchstopp plant, sollte sich diese Medikamente rechtzeitig besorgen. Je nach Rauchverhalten sind verschiedene Arzneiformen wie Kaugummis oder Pflaster geeignet. Kaugummis helfen vor allem Gelegenheitsrauchern. Nikotinpflaster eignen sich eher für Raucher, die regelmäßig über den ganzen Tag geraucht haben. „Nikotinersatzmittel alleine reichen meist nicht aus, um sich dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden. Man muss auch seine innere Einstellung ändern“, empfiehlt Benkert abschließend.


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Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

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